Eddies 15. Geburtstag-99

15 Jahre, und kein bisschen weise…

Lieber Eddie, heute feiern wir Deinen 15. Geburtstag.

Wir haben so viel gemeinsam erlebt in der Zeit. Du warst über die Jahre Musterschüler, Trainerhund, Rüpel, Knutschbär, Katzenfreund, Pendler, Sturkopf, Fressnase, Melancholiker, und einige male schwer krank, aber immer unerschütterlich.

Bei einer Herzuntersuchung vor einigen Jahren fand die Ärztin ein Herzgeräusch und wir liessen Dich untersuchen. Sie sagte, Du hast ein kleines Loch im Herzen, aber es ist gross und kräftig, und darum macht das nichts. Und von da ab, war was wir ohnehin wussten, auch ein offiziell bestätigtes Motto. Du hast ein Riesenherz und Du teilst es mit jedem.

Seit Deiner letzten Krankheit vor 2 Jahren setzen wir uns nur noch kleine Ziele. “Jetzt überstehen wir erst mal den Sommer”. “Das Tauwetter schaffen wir”. “Eine neue Pillenpackung brauchen wir auf jeden Fall noch”, und plötzlich war Dein 15. Geburtstag so nah, dass auch er ein Ziel wurde.

Mittlerweile schläfst Du viel und störst Dich nicht einmal mehr daran, dass Leo sich an Dich kuschelt. Du gehst nur noch halb um’s Haus, um nach dem Rechten zu schauen, aber Dein Blick, wenn Essenszeit ist, ist unverändert voller Begeisterung. Du ringst mir bei jedem Frühstück, obwohl Du gerade selber Dein eigenes bekommen hast, mit unerbittlichem geknöttere kleine Ecken von meinen Croissants oder Brötchen ab. Das ist Dein Schild, dass Du hoch hältst, worauf steht “Mir geht es gut”. Und jedes mal schiebe ich dann dankbar das Zielkästchen auf dem Kalender in meinem Kopf wieder einen Tag weiter.

Und bald ist wieder Tauwetter; Und dann kannst Du den Frühling auf dem sonnigen Balkon dösen; Und dann steht wieder die nächste Pillenpackung an. Immer einen Schritt auf den Anderen, und jeder ist ein Geschenk…

Alles gute zum Geburtstag, mein Sonnenschein!

Now…

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…and then…

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Windows8 mit Linux auf neue Harddisk migrieren…

Festplattenplatz hat die fiese Angewohnheit, einfach immer weniger zu werden, und dann komm irgendwann ein fieses Popup mit der Meldung: “Plattenplatz?!? Ist aus!”. In der Vergangenheit hatte man hier 2 Optionen nach dem Kauf einer größeren Platte: 1. Reinstall the OS, reinstall all applications. 2. Kostenpflichtige Programme wie Acronis, die in der Lage waren, alle fiesen versteckten stellen, an denen sich Windows die Hardware der Systemfestplatte merkt, umzukonfigurieren. Mit Windows8 scheint sich dieses Problem nach meinem gestrigen Experiment in Wohlgefallen aufgelöst zu haben.

Disclaimer

Das hier ist keine Waschzettel-Anleitung die jeder Endnutzer durchführen kann. Ich gehe von soliden Linux-Kenntnissen aus. Wer den Vorgang anhand dieser Beschreibung nicht versteht, sollte das lassen und zu 1. oben im Abstract greifen. Daher gibt es auch keine Details.

Voraussetzungen

  • Das System bootet mit EFI. Ich habe keine Ahnung, wie sich ein System mit normalem MBR-Bootvorgang verhält.
  • Die neue Platte ist selbstredend größer als die alte.

Vorgehen

  1. Beschaffung einer beliebigen Linux-Distribution. In meinem Fall ein aktuelles Ubuntu CD-Image.
  2. Kopieren dieses Images auf einen USB-Stick
  3. Einbau der neuen Platte parallel zur alten (mein Notebook hat 2 Disk-Plätze, aber ein USB-Gehäuse tut’s natürlich auch.
  4. Booten der Live-Distro
  5. Kopieren des raw-Devices von alter auf neue Platte, incl. allen Partitionierungsinformationen mit dd.
  6. Verschieben und Vergrößern der existierenden Partitionen auf der neuen Platte nach Belieben. Benutzt habe ich hier gparted.
  7. Vergrößern des NTFS-Filesystems auf der vergrößerten Partition mit ntfsresize
  8. Fertig

Ist-Stand der alten Platte:

  • Plattengröße alt: 256GB SSD
  • Plattengröße neu: 512GB SSD
  • Div. Windows-Geraffel-Partitionen incl. EFI
  • Meine Windows C: Partition von 100GB
  • 1 Linux LVM PV von 120GB
  • 1 Recovery-Partition vom Laptop-Hersteller für die Wiederherstellung von Windows8 im K-Fall

Umsetzung

Im Ubuntu-Live-System fehlen ein paar Tools, die ich zuerst nachinstalliert habe. Dazu gehören:

  • htop
  • dstat
  • gparted
  • gfdisk (da bei modernen Systemen normalerweise GPT-Partitionen zum Einsatz kommen)
  • Google-Chrome, damit ich bei der Warterei während des Kopierens NetFlix schauen konnte :)

Nachdem ich mir zur Live-Beobachtung des Kopiervorgangs 2 Fenster mit htop und dstat geöffnet hatte, habe ich in einem 3. Fenster den Klon-Job gestartet. Ein simples dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=4k war ausreichend.

Den Fortschritt kann man mit folgendem Einzeiler in einem weiteren Fenster beobachten:

(while [ 1 ]; do kill -USR1 <PID-von-dd>; sleep 1; done)

Oder man begnügt sich mit den read und write Werten von dstat.

Das klont die alte Platte auf die Neue, incl. aller Partitionsdaten.

Die gewünschten Partitionen kann man nach dem Kopiervorgang dann ganz einfach mit gparted anpassen. In meinem Fall habe ich

  1. Die Recovery-Partition an das Ende der Platte verschoben.
  2. Meine LVM PV auf 150GB vergrößert
  3. Dann die LVM PV direkt bis an die Recovery-Partition geschoben
  4. Anschliessend den gesamten freien Bereich der Windows C:-Platte zugewiesen.

Achtung: Ubuntu aktiviert die Volume-Group sobald gparted beim Start die neue Partitionstabelle der neuen Platte geladen hat. Die gefundenen LVs müssen also unmounted und deaktiviert werden, genau wie die VG. (lvchange -a no <LV> und vgchange -a n <VG>).

Die LVM PV kann nicht in einem Batchlauf vergrößert und verschoben werden, daher muss dazwischen ein Apply stattfinden.

Danach habe ich das System herunter gefahren, die alte Platte ausgebaut, die neue der Ordnung halber in den 1. Slot gesteckt, und das System probeweise in beiden Betriebssystemen erfolgreich gebootet.

Windows zeigte ein einziges Problem. In der Datenträgerverwaltung wurde die Partitionsgröße von C: korrekt angegeben, im Windows-Explorer stand noch die alte Größe. Mit dem Windows diskpart ließ sich das Problem nicht beheben, es kam eine Fehlermeldung unknown Parameter oder irgendein Blödsinn in dieser Art.

Nochmal unter Linux gebootet, konnte ich das NTFS-Volume dann aber mit ntfsresize problemlos vergrößern, beim nächsten Windows-Boot zeigte auch der Explorer die korrekte Größe.

Nebengedanken zum #gauchogate und zur political Correctness

Ich fand mich in der letzten Zeit wieder vermehrt in Diskussionen um Political-Correctness und Nazivorwürfe, ausgelöst durch meine geäußerte Meinung zum #gouchogate.

Meine Meinung dazu ist relativ simpel: Glaube ich, dass jeder der Beteiligten ein Rassist ist, der in seiner Freizeit Runentattoos auf den Unterarmen sammelt und “Türken klatscht”? Nein, natürlich nicht. Aber man muss kein Rassist sein, um rassistisch zu handeln. Da genügt simple Empathie- oder Gedankenlosigkeit im entsprechenden Moment.

Irgendein Arsch hat nicht nachgedacht, etwas dummes und unsensibles organisiert, und jetzt überschlagen sich alle bei Abwiegelungsversuchen.

Die beliebtesten Argumente dabei sind:

  • “Spaßbremse, gönn’ uns doch unsere Feier.”
  • “Andere Länder machen sowas auch.”
  • “Die Deutschen dürfen endlich auch mal wieder Nationalstolz haben, der Krieg ist ja lange genug vorbei.”
  • “Ich lasse mir von politisch korrekten Arschlöchern nichts verbieten.”
  • “Ich bin kein Rassist und kein Nazi, aber Du hast keinen Humor.”

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Paradigmen? Wer braucht Paradigmen?

Eigentlich fing das hier als Facebook-Teilung an, aber ich fand dann doch, es sollte nicht nach 24h in den Untiefen von Timelines verschollen gehen…

“Dass es funktioniert – was alle Ökonomen für unmöglich erklärt hatten –, hat mehrere Gründe. Zum einen macht Sina Trinkwalder ihre Preiskalkulation völlig transparent […snip…]
Sie addiert die Kosten für Material und Arbeitsaufwand und macht ihren Kunden unmissverständlich klar, dass sie weder die Stoffhersteller runterhandeln noch ihre Arbeiterinnen antreiben oder im Lohn drücken werde. Und siehe da – es geht:”…

Quelle: TAZ, Fettdruck von mir.

Und das ist ein Beispiel dafuer, dass man diese “Alternativlos”-Narrative manchmal einfach mal aufbrechen muss.

“Das geht doch nicht!”
“Warum?!?”

Sachzwaenge sind kein Argument sondern eine Strategie, einer Argumentation aus dem Weg zu gehen. Man muss sie “zu Ende” durchdenken, denn oft bleibt dann von dem dahinter steckenden Narrativ nichts uebrig, und siehe da, es geht dann auch anders.

Das ist eine Erfahrung, die ich ueber die Jahre in der IT immer wieder gemacht habe, und ich sehe keinen Grund, warum das nicht auch auf alle anderen Bereiche uebertragbar sein sollte. Der TAZ-Artikel Über Sina Trinkwalder ist ein gutes Beispiel für das notwendige “Thinking outside the box”, und was daraus werden kann.

Paradigmen gehoeren immer wieder in Frage gestellt und mit der Realitaet abgeglichen.

Just a bit food for thought…

“Meine verf*ckte Farbe ist magenta mit grünen Streifen und beigen Punkten”

Seit ein paar Tagen rollt eine Welle von fröhlichen Posts wie obiger Titel durch meine Facebook-Timeline. Da ich ja kategorischer Spieleverweigerer auf der Plattform bin, habe ich das ein paar Tage ignoriert, wurde jetzt aber doch mal neugierig.

Disclaimer

Ja, ich weiss, meine Profilangaben bei Facebook und anderen Social-Media-Sites sind vollständig öffentlich. Das ist eine bewusst getroffene Entscheidung und ändert rein gar nichts am Folgenden.

Spassbremsenmodus an

Der Satz aus dem Titel ist natürlich so noch nicht zuende. Er endet mit einem kumpelhaften “Welche Farbe bist Du?” (Man stelle sich dazu ein Monty-Pythonhaftes Augenzwingern “Knowaddamean, wink, wink” vor). Klickt man auf diese Seite, fällt einem guten Beobachter gleich folgende Gemme auf:

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Change.org: “Stark mit Hund”

Ich bin ja nicht so der Petitionenzeichner, aber die im nächsten Absatz verlinkte Petition “An meine Krankenkasse: Ohne meinen Autismus-Begleithund kann ich nicht leben!” auf change.org lag mir sofort am Herzen. Hier eine leichte Überarbeitung des Textes, den ich zu neben meiner Zeichnung an die Petition angehängt habe.

Zur Petition http://www.change.org/starkmithund

In den letzten Jahren haben Politik und Medien konsequent an der Geschichte des Hundes als “Störenfried in der gesellschaftlichen Ordnung” gearbeitet. Mit traurigen Erfolgen.

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Harte 2 Monate…

Einige ganz wenige Leute wussten davon, bei ein paar, mit denen ich gerne darüber gesprochen hätte, habe ich mich aus Gründen™ bewusst dagegen entschieden, es ihnen mitzuteilen. Aber da jetzt alles soweit gut abgeschlossen ist, wird es Zeit, mal darüber etwas zu schreiben, um mit dem Thema auch in meinem Kopf abzuschließen.

Eddiebär

Im letzten Jahr hatte ich den Eindruck, Eddie wird jetzt langsam richtig alt. Zum Gassi war er nur noch mit viel Arbeit zu überreden, er hat sehr schnell schlapp gemacht und i.d. Regel verliefen die Gassirunden nur noch ca. 1km auf flachem Gelände. Er fraß nur noch lustlos, ließ oft halbe Portionen liegen und bettelte nicht mehr zu seinen Zeiten um Futter, geschweige denn am Tisch beim Abendessen.

Vor einigen Wochen dann fiel mir auf, dass er angefangen hat, stark zu saufen. Früher musste man ihn überreden oder das Wasser mit Joghurt schmackhaft machen, damit er mal ordentlich was trinkt. Plötzlich soff er eine halben Napf, der immerhin über einen Liter fasst, an einem Stück aus. Da hier altersbedingt ein paar Krankheiten nahe lagen, z.B. eine Niereninsuffizienz oder auch eine Altersdiabetes, hatte ich schnell einen Termin bei unserer Tierärztin gemacht.

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Ich bin gerade etwas sprachlos über das neue Zuhause…

Ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte. Ein paar Worte dennoch: Wintersportgebiet mit ausgeschilderten Loipen 50m vor der Haustür, knapp unter 800 Höhenmetern und 2.6km Luftlinie davon entfernt:

Update: Weil das wohl nicht ersichtlich ist, wie sich nach Unterhaltung mit einem Kollegen heraus stellte: Ich stehe da an einer ungesicherten senkrechten Kante an der es in’s Tal runter fällt. Vergleichbar mit der auf dem 2. Bild. :D

Blick vom "Rutschen" auf die FelswandBlick vom "Rutschen" in's TalBlick vom "Rutschen" auf die Burgruine HohenurachBlick vom "Rutschen" mit Burg Hohenneuffen am HorizontErnst Camerer Gedenkstein am "Rutschen"Panorama vom "Rutschen"

Eieiei…


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Was ein Glück…

Ich sitze hier in Reutlingen auf dem Marktplatz in der Sonne, flute mich mit zuvielen extra großen Cappuccinos, lausche im Backthread dem Akkordeonspieler der melancholische Evergreens über den Platz klingen lässt, und bin dennoch bei der Arbeit.

Während mein Koffeinpegel steigt, wälzt mein Kopf wieder und wieder die Clusterprobleme meines aktuellen Projekts, geht Alternativen durch, erinnert sich an Log-Einträge, verwirft Ideen, legt andere zur späteren Probe an der Realität ab, und all das nicht etwa, weil ich aus Existenzangst gezwungen bin, wochenends unbezahlte Überstunden zu schieben, sondern weil Beruf auch eine Berufung ist. Und ich denke mir dabei gerade so: “Was ein Glück…”

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