Change.org: “Stark mit Hund”

Ich bin ja nicht so der Petitionenzeichner, aber die im nächsten Absatz verlinkte Petition “An meine Krankenkasse: Ohne meinen Autismus-Begleithund kann ich nicht leben!” auf change.org lag mir sofort am Herzen. Hier eine leichte Überarbeitung des Textes, den ich zu neben meiner Zeichnung an die Petition angehängt habe.

Zur Petition http://www.change.org/starkmithund

In den letzten Jahren haben Politik und Medien konsequent an der Geschichte des Hundes als “Störenfried in der gesellschaftlichen Ordnung” gearbeitet. Mit traurigen Erfolgen.

Hundehalter werden aus Parks vertrieben. Öffentliche Grünanlagen werden zu sterilen Ausstellungsorten degradiert in denen strikter Leinenzwang herrscht, die notwendigen Freilaufflächen um Hunden ihren artgerechten Auslauf zu gewährleisten, werden nicht geschaffen. Harmlose Familienhunde werden aufgrund einer wissenschaftlich nicht haltbaren Annahme der Gefährlichkeit bestimmter Rassen eingezogen oder Hunde und Halter mit unwürdigen und willkürlichen Auflagen schikaniert.

Aber jeder Mensch, der sich auf den vierbeinigen Sozialpartner mit Fell einlässt und sein Leben mit ihm teilt, weiss um die Bereicherung, die ein Hund im Leben sein kann. Ausgestattet mit unbändiger Lebensfreude, Empathie und Intelligenz, ist auch ein nicht speziell ausgebildeter Hund eine wertvolle Stütze für im Alltag und für das Wohlbefinden. Er ist Freund, Trostspender, Spielgefährte, besonders für Kinder. Für ältere Menschen ist er oft der einzige soziale Kontakt der noch geblieben ist.

Speziell ausgebildete Hunde für Menschen mit Körperlichen Einschränkungen sind ebenso bekannt wie Rettungshunde, aber es wird Zeit, dass auch die seelische Stütze, die ein Hund sein kann, gesellschaftliche akzeptanz findet. Hunde die in Alten- oder Pflegeheimen bettlägerige Menschen “besuchen”, Therapiehunde in der Psychologischen Betreuung, insbesondere bei Kindern, oder eben, wie bei Fr. Wilhelm und Abayomi als Assistent im Alltag.

Wem das alles zu sentimental oder nicht “handfest” genug ist, der kann stattdessen den wirtschaftlichen Schaden, den ein Mensch erzeugt, der seinen Alltag über viele Jahre nicht bewältigt bekommt, gegen die Kosten der Anschaffung und Ausbildung eines Therapiehundes aufrechnen. Selbst ein kalter Bürokrat der nur die Zahl unterm Strich sieht, sollte hier aufhorchen und sich fragen, ob die bisherige Regelung nicht kontraproduktiv ist, und zwingend einer Änderung bedarf.

Daher zeichne ich als Hundehalter in meinem und stellvertretend im Namen meines langjährigen vierbeinigen Sozialpartners “Eddie” diese Petition von ganzem Herzen und hoffe, dass sich viele weitere Menschen anschließen.

Harte 2 Monate…

Einige ganz wenige Leute wussten davon, bei ein paar, mit denen ich gerne darüber gesprochen hätte, habe ich mich aus Gründen™ bewusst dagegen entschieden, es ihnen mitzuteilen. Aber da jetzt alles soweit gut abgeschlossen ist, wird es Zeit, mal darüber etwas zu schreiben, um mit dem Thema auch in meinem Kopf abzuschließen.

Eddiebär

Im letzten Jahr hatte ich den Eindruck, Eddie wird jetzt langsam richtig alt. Zum Gassi war er nur noch mit viel Arbeit zu überreden, er hat sehr schnell schlapp gemacht und i.d. Regel verliefen die Gassirunden nur noch ca. 1km auf flachem Gelände. Er fraß nur noch lustlos, ließ oft halbe Portionen liegen und bettelte nicht mehr zu seinen Zeiten um Futter, geschweige denn am Tisch beim Abendessen.

Vor einigen Wochen dann fiel mir auf, dass er angefangen hat, stark zu saufen. Früher musste man ihn überreden oder das Wasser mit Joghurt schmackhaft machen, damit er mal ordentlich was trinkt. Plötzlich soff er eine halben Napf, der immerhin über einen Liter fasst, an einem Stück aus. Da hier altersbedingt ein paar Krankheiten nahe lagen, z.B. eine Niereninsuffizienz oder auch eine Altersdiabetes, hatte ich schnell einen Termin bei unserer Tierärztin gemacht.

Weiterlesen

Ich bin gerade etwas sprachlos über das neue Zuhause…

Ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte. Ein paar Worte dennoch: Wintersportgebiet mit ausgeschilderten Loipen 50m vor der Haustür, knapp unter 800 Höhenmetern und 2.6km Luftlinie davon entfernt:

Update: Weil das wohl nicht ersichtlich ist, wie sich nach Unterhaltung mit einem Kollegen heraus stellte: Ich stehe da an einer ungesicherten senkrechten Kante an der es in’s Tal runter fällt. Vergleichbar mit der auf dem 2. Bild. :D



Eieiei…


Größere Kartenansicht

Was ein Glück…

Ich sitze hier in Reutlingen auf dem Marktplatz in der Sonne, flute mich mit zuvielen extra großen Cappuccinos, lausche im Backthread dem Akkordeonspieler der melancholische Evergreens über den Platz klingen lässt, und bin dennoch bei der Arbeit.

Während mein Koffeinpegel steigt, wälzt mein Kopf wieder und wieder die Clusterprobleme meines aktuellen Projekts, geht Alternativen durch, erinnert sich an Log-Einträge, verwirft Ideen, legt andere zur späteren Probe an der Realität ab, und all das nicht etwa, weil ich aus Existenzangst gezwungen bin, wochenends unbezahlte Überstunden zu schieben, sondern weil Beruf auch eine Berufung ist. Und ich denke mir dabei gerade so: “Was ein Glück…”

Weiterlesen

Email vom Hoster “Hetzner”…

An Nicht-ITlern ist es vielleicht vorbei gegangen, wir bekamen am letzten Wochenende alle eine Sekunde geschenkt. Details dazu findet man bei Wikipedia. Spassig war dieses mal die Tatsache, dass aufgrund eines Fehlers im Linux-Kernel viele Rechner sich “verschluckten” und ab dem Moment der Schaltsekunde wie irre last erzeugten. Folgende Email von meinem Server-Hoster Hetzner hatte ich dazu gestern in meiner Inbox:

Hetzner Online Kundeninformation: Kontrollieren Sie die CPU-Auslastung Ihres Servers!


Sehr geehrter Herr Lamertz,


in der Nacht vom 30.06.2012 auf den 01.07.2012 registrierten unsere internen Überwachungssysteme einen Anstieg des IT-Stromverbrauchs um etwa ein Megawatt.


Grund für den enormen Anstieg ist die zusätzliche geschaltene Extrasekunde, (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schaltsekunde-Verlaengertes-Wochenende-1629612.html) die auf Linux-Rechnern zu dauerhafter CPU-Auslastung führen kann.

(fettdruck hervorhebung von mir)

In Worten: E-I-N Fcking Megawatt!

Erinnert mich an das Weihnachtsgedicht

…da liess der Vater einen krachen
die Kinder lachen
So kann man mit kleinen Sachen
den Kindern eine Freude machen

Aber ernsthaft, mich würde wirklich mal die weltweite Energiebilanz dieses kleinen Fehlers der durch eine einzelne Sekunde ausgelöst wurde, interessieren. Eieiei…

Und so kauften sie ihr zweites Haus…

Photos, schnell improvisiert.


Größere Kartenansicht

Kleiner DDOS-Exkurs…

Morgens, 08:00 in Deutschland. pieeep pieeep Eine SMS kommt rein, “Das Forum ist down!”. Aufgestanden, geguckt, joh, stimmt, und zwar seit ca. 04:55, wenn ich meinem Icinga glauben darf. munin zeigte mir folgendes Bild der Trauer:

Bestandsaufnahme

Was war los? Zuerst mal htop aufgerufen um zu schauen, ob irgendwelche Prozesse Amok liefen. Die auf diesem Server eingesetzten Software ist “aus Gründen”™ relativ alt und hat die blöde Tendenz, die MySQL in ein Deadlock zu prügeln, und dann geht gar nichts mehr.

Weiterlesen

Männer und Seifen…

und dann hab’ ich ja blöderweise die Sachen vom Waschbecken auf den Molger gestellt, daher der braune Seifenkranz auf dem Bezug”
“(grinsend)…der war gerade frisch gewaschen”
“ja, und dann war’s ausgerechnet diese Schoko-Seife”
“Nicht Schoko. (irgendein wort dass ich schon wieder vergessen habe)”
“Ich kenne micht mal das Wort, wenn’s nicht Schoko ist, ist’s mir völlig egal, was das für Seife ist”
“Das ist eine Erde”
“… ah! (…denkt…) Dreck!”
“Genau!”
“Siehst Du, so verstehen Männer das auch!”

8 Cores, 32GB RAM und 2x3TB Storage?!? Shiny!

Mein alter Hetzner-Server war ja schon relativ saftig ausgestattet. Gegen eine vollständige Virtualisierung aller Services sprach eigentlich immer nur Hauptspeicher. Dann hat Hetzner das Special EQ4 S um Ostern raus gebracht. Das hier ist kein Howto sondern nur ein genereller überblick über mein Setup des Servers. Vielleicht zieht ja jemand ein paar Ideen raus, wenn er vergleichbare Überlegungen für seine eigene Umgebung anstellt.

Die Altumgebung

Hetzner hat sich ohnehin schon immer mit IP-Adressen schwer getan. Beim alten Server hatte ich noch 3 zusätzliche Adressen erworben, um die diversen VMs adressierbar zu machen.

  • Host
  • Webserver
  • Mailserver
  • Frei für Tests, Migrationen, etc.

Mich hat dabei eigentlich immer gestört, dass wg. des Mangels an Adressen alle Webauftritte auf einem einzelnen Server laufen mussten. Apache bietet mit NameBased VirtualHosts zwar eine Möglichkeit, eine Vielzahl von Auftritten auf einer einzelnen Adresse zu betreiben, aber alle diese Auftritte laufen immer noch auf derselben (virtuellen) Maschine.

Diesmal habe ich beim Aufbau eine andere Strategie gewählt.

Der Neue

Weiterlesen