…oder: Zehn kleine Negerlein…
10 Kleine Negerlein?!? Was hat das mit eine Arbeitseinsatz im Tierheim zu tun?
Nachdem zu Beginn stolze 20 Leute zusagten, fielen in der letzten Woche nach und nach aus der KSG alle bis auf 9 Personen aus, von denen auch noch 3 ohnehin regelmaessig beim TS Pitbull, Stafford & Co arbeiten.
Wie auch immer…
Der Tag begann für mich um 06:15 mit einem sichtlich verwirrten Eddie, der mit der Uhrzeit so garnichts anfangen konnte. Geduscht, die Mrs. verabschiedet, und schnell den Mais-Thunfisch-Salat lieblos zusammengeschüttet. Dann das Werkzeug in’s Auto verladen, kurz Lexi auf dem Handy angerufen, weil ich schon spät ‘dran war, und los gedüst.
Nachdem ich Lexi dann am Bahnhof einlud, lautete der Plan eigentlich, noch schnell ein paar Fladenbrote auf der Weidengasse zu holen. Hier lernte ich dann, dass während meiner mittlerweile 2 1/2 Jahre Exil vom Herzen Kölns, die beiden Firini zu denen ich über Jahre immer ging, nicht mehr existierten. Schlimmer, beim einen Bäcker existierte der gesamte Gebäudekomplex nicht mehr. So lernt man auf die Harte, dass man kein Kölner mehr ist…
Nur mit dem Salat, aber ohne Fladenbrot bewaffnet, erreichten wir mit geringer Verspätung um ca. 08:30 das Tierheim, wo bereits reges Treiben herrschte, es allerdings mit der Organisation noch etwas haperte. Man drückte uns vorerst ein paar Pinsel und einen Kanister Holzschutzlasur in die Hand, und bat uns, die Zwinger aussen nachzustreichen. Gegen 11 sahen Lexi und ich aus wie Dalmatiner, und nach erfolglosen Waschungsveruchen gab es erstmal eine Runde Kaffee.
Obwohl der Tag gerade erst begonne hatte, war mein rechter Arm bereits lahm, da ich grössenbedingt natürlich die obere Hälfte des Zwingers sowie die Deckenbalken strich, während Lexi die unteren 2/3 bearbeitete. Meine Bitte, den Rest des Tages nur noch schwere Dinge zu schleppen, und grobmotorische Arbeiten zu erledigen, wurde erhört, und man steckte mich Marie J., Ralf, und Michael, der glücklicherweise gelernter Schreiner ist, und somit die Koordination übernehmen konnte.
Während des restlichen Tages habe ich eine Menge über das Einbetonieren von Pfosten, den Abstand von Deckenstreben, etc. gelernt, wir hatten eine menge Spass miteinander und haben ordentlich was geschafft.
Vom Regen mehrfach durchnässt und durch die Sonne wieder getrocknet, aber dennoch guter Laune, wurde dann am späten Nachmittag endlich der Grill angeschmissen und wir machten uns über das Mitgebrachte und vom Tierheim gestellte Essen her.
Noch ein Wenig quatschen, dann halfen wir Michael, sein Werkzeug zu verladen, und so gegen 18:30 ging es dann endlich heimwärts.
Fazit: Ein klasse Tag, auch wenn die Organisation ein Wenig chaotisch war. Wiederholungsfaktor 100%.
Note to self: Endlich das Werkzeug aus der Karre räumen…
