Bill Brysons “Picknick mit Bären”, ein Wandertagebuch über den Apalachian Trail entlang der Ostküste der USA hatte mich schon glänzend unterhalten. Als ich kürzlich über “Eine kurze Geschichte von fast allem” stolperte, war ich zwar ein wenig misstrauisch aber trotzdem neugierig genug es mir kaufen. Gute Wahl!
Das Buch ist, wie auch schon “Picknick mit Bären”, extrem unterhaltsam. Es mag wissenschaftlich interessierten Lesern bei ihren jeweiligen Spezialthemengebieten vielleicht nicht ausreichend in die Tiefe gehen, aber das macht es in der Breite dann absolut wieder gut.
In über 20 Stunden behandelt Bryson nacheinander Astro- und Teilchenphysik, Biologie, Evolution, Archeologie, Paleonthologie, Chemie, aber vor allem auch die jeweils dazugehörige Wissenschaftsgeschichte, die Fehlannahmen die früher herrschten, die Personen die bestimmte Dinge entdeckt haben, und immer wieder auch, was wir alles noch nicht wissen.
Gelesen wird es wieder von Oliver Rohrbeck, der, wie auch schon bei “Picknick mit Bären” mit seiner heiteren gelassenen Stimme prima zu Bryson passt.
Fazit: Sehr empfehlenswert und trotz des erheblichem Umfangs extrem kurzweilig.
Ungekürzt bei Audible
Tags: Anthropologie, Archäologie, audible.de, Bill Bryson, Biologie, Bücher, Chemie, Hörbuch, Oliver Rohrbeck, Physik, Rezensionen, spannend, Wissenschaft, Witzig
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Ich mochte ja schon immer alte Bogart-Filme. Raymond Chandler und Dashiell Hammet standen auch schon lange auf der Liste, also griff ich zu, als ich neulich beim Stöbern bei Audible über den “Großen Schlaf” stolperte. Inhaltsangaben gibt’s wie immer bei Amazon
Nach dem eher faden Harlan Coben war dieses Hörbuch eine willkommene Abwechslung. Dafür, dass das Buch immerhin aus dem Jahr 1939 stammt, ist es enorm modern und erfrischend geschrieben. Natürlich ist das Buch vollkommen politisch inkorrekt und moralisch ganz allgemein ordentlich in die Jahre gekommen. Aber als Ausflug in die Geschichte tut das dem Hörspaß keinerlei Abbruch.
Gelesen wurde “Der große Schlaf” von Christian Brückner, der u.A. Schauspielern wie Robert De Niro und Harvey Keitel, seine Stimme leiht. Das passt gut zum coolen Phillip Marlowe, reizt aber schonmal zum Schmunzeln an, wenn er versucht, Frauenstimmen zu Voiceacten.
Fazit: Sehr empfehlenswert und kurzweilig.
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Immer schon war ich langschläfer. In den letzten Jahren war es aber immer häufiger so, dass ich morgens völlig gerädert aufwachte, unabhängig davon ob ich 4 oder 14 Stunden geschlafen hatte. Vor einigen Monaten wurde es so schlimm, dass ich auf der Couch sitzend einschlief, wenn ich 5 Minuten unbeschäftigt war.
Dass ich schnarche, weiss ich schon lange, aber diesmal erzählte mir die Mrs., dass ich auch bei diesen Couchnickerchen Atemaussetzer habe. Also ab zum Hausarzt.
Anamnese
Beim Hausarzt wurde erstmal das übliche Patienteninterview gemacht. Meine Symptome waren
- Kann immer und überall einpennen…
- …bin aber danach nicht fitter
- Schlaf ist (meiner Erinnerung nach) traumlos
- Aufstehen ist eine Qual, egal wie lange ich schlafen konnte
Die Atemaussetzer habe ich natürlich auch gemeldet, aber dennoch folgt erstmal ein normaler Routinecheck mit großem Blutbild und Belastungs-EKG. Beide Ergebnisse bei mir trotz recht hohem Übergewicht perfekt.
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Um nicht alle John Katzenbachs auf einen Schlag “aufzubrauchen” bin ich zwischendurch einer Buchempfehlung auf der Audible-Homepage gefolgt. Eine Inhaltsangabe gibt’s wie immer, nicht bei mir sondern bei Amazon oder sonstwo im Netz…
Harlan Cobens “Grab im Wald” fällt sicher nicht in die Kategorie blutrünstiger Reißer oder fingernägelgefährdender Psychothriller. Vielmehr geht es um die Aufarbeitung einiger Morde 20 Jahre in der Vergangenheit - allerdings ausgelöst durch einen Toten in der Gegenwart.
Das Buch hört sich eher beschaulich und es braucht eine Weile bis die einzelnen Handlungsstränge zueinander finden. Den “kniff” finde ich etwas arg bemüht. Detlef Bierstedt liest wie immer souverän und mit guten Voice-Acting und hält den Hörer so bei der Stange.
Alles in allem war ich gut unterhalten aber sicher nicht vom Hocker gerissen. Kann man hören wenn man gerade was beschaulicheres braucht, also eher etwas für die Spieler von Point-and-Click-Adventures, im Gegensatz zu First-Person-Shootern
Fazit: Kann man im Abo ruhig kaufen.
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Wer erinnert sich nicht an Monty Pyton’s tödlichen Witz? Die Titanic hat das nun (zumindest bei mir) fast geschafft. Sie hat den wenn auch nicht tödlichen, dann aber doch perfekten Witz geschaffen…

Quelle: Titanic Postkarte Nr. 1999
Ein guter Witz muss richtig weh tun. Wenn das Lachen nur noch eine Übersprungshandlung ist, weil man sonst kein adäquates Verhaltensmuster als Reaktion auf das Gehörte hat, dann ist er gut. - Zitat: Ich
Mit diesem Meisterwerk hat die Titanic es geschafft, gleich zwei der Kirche absolut unangenehme Themen, Abtreibung und Kindesmissbrauch, zu thematisieren und das noch in ab absolut fantastisches Wortspiel “Abtreibung” vs. “Abt Reibung” zu verpacken.
Dazu die Bildliche Umsetzung des gönnerhaft jovialen Pfaffen, ich kann den kumpelhaften Unterton geradezu hören.
Meine Fantasie reicht nicht aus, mir vorzustellen, dass man das nochmal toppen kann. Besser geht’s nicht.