Früher war ich ja immer der Meinung, Nudeln könne ich nicht selber machen. Über Spätzle bin ich später auch auf Bandnudeln und anderes gekommen. Nudeln aus Hartweizengrieß sind halt schon verhältnismäßig viel Arbeit, gerade beim Ausrollen. Spätzle sind da aber anders. Sie sind extrem einfach und auch schnell zu machen.
Zutaten
- 1-2 Eier…
- …auf 1 Tasse Mehl
- kaltes Wasser (nach Gefühl)
- Salz
- Muskatnuss (wer’s mag)
Vorbereitung
Mehl, Eier und ein Wenig des Wassers werden einfach glatt gerührt, bis der Teig die Konsistenz von zäher Wandfarbe hat (Nicht “DUDingsda feste farbe” sondern eher “Albumsda-Weiß”
). Das übliche Teigspiel: Ist’s zu dünn, mehr Mehl, wird’s zu fest, mehr Wasser.
Puristen schlagen den Teig mit einem Holzlöffel. Im Idealfall wirft der Teig beim Durchschlagen relativ große Blasen, dann sollte die Konsistenz gut sein.
1 Prise Salz nach Gefühl und wer’s mag, noch etwas Muskatnuß dazu.
Fertig.
Als Variation kann man auch beliebige Kräuter hacken und direkt in den Teig einrühren. Leute mit Nudelpresse müssen hier jedoch extrem fein hacken, oder bleiben außen vor, denn die Kräuter gehen oft nicht durch die Löcher.
Zubereitung
Der Teig wird direkt in’s sprudelnd kochende Salzwasser gehobelt/gepresst/geschabt. Die Nudeln brauchen i.d. Regel keine 30s. Schwimmen sie oben, sind sie gut, dann holt man sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und macht die nächste Portion.
Die Spätzle können so gegessen werden, aber - sofern ich hier bei den Schwaben auf dem korrekten Weg der Integration bin - eigentlich sollte man sie auch anschließend noch in der Pfanne in Butter braten.
Noch ein Hinweis an die Spülmaschinenbesitzer: Spätzlepresse/-Hobel/-Schaber und -Brett sollten mit kaltem Wasser gereinigt werden, bevor man sie in die Maschine schmeisst, da der Teig beim heißen Spülwasser eben fest wird und im anschließenden Trockenlauf ganz wunderbar einbetoniert, so dass man ihn nur noch mit Bohrhammer und verbotenen Substanzen los bekommt.