Dan Brown – Illuminati

February 23rd, 2009 in Kategorie Bücher |

…oder: Wider besseren Wissens eine Chance gegeben, und RICHTIG in’s Klo gegriffen.

es ist ja nicht, als ob ich es nicht erwartet hätte, aber soo viele Leute haben mir immer wieder geraten, das Buch zu lesen, dass ich es dann doch bei Audible als Monatliches Rabatt-Buch gekauft habe.

Ich wurde nicht überrascht.

Mal abgesehen von der geschichtlichen Schnitzeljagd, die im Grunde ganz nett ist, wird über 2 Drittel des Buches eine Person als charismatischer Sympathieträger aufgebaut, die dann in der Auflösung nicht etwa nur komplett demontiert wird, sondern sich als größenwahnsinniger Irrer ohne jeglichen Bezug zur Realität entpuppt.

Sorry, Lieschen Müller mag die “verblüffende Wendung” vielleicht beeindrucken. Ich im Gegensatz, empfinde es als eine Unverschämtheit, meine zuvor in das Buch und dessen Akteure investierte Zeit und Zuneigung dann mit einer völlig unglaubwürdigen Umkehr in’s Absurde zu ziehen.

Das wäre bei einer glaubwürdigeren Charakterisierung evtl. noch verzeihbar gewesen, aber nicht auf diese völlig plumpe Art, wie es Dan Brown hier geschafft hat.

Liebe Thrillerautoren, es ist nicht glaubwürdig, dass eine Person 80% des Buches völlig rational ist, und dann, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, plötzlich zum Megalomanen plumpster Sorte mutiert. Bitte, bitte, verschwendet nicht unsere Zeit mit sowas.

Douglas Preston & Lincoln Child – “Ice Ship”

February 23rd, 2009 in Kategorie Bücher |

…oder: Nur vertane Zeit, oder ein wirkliches Ärgernis?


Ich bin kein Fan von Douglas Preston und Lincoln Child. Den Zustand verdanken Sie “Thunderhead”, einen zähen Pseudo-Okkult-Thriller der in einem kräftigen Regenschauer seinen Höhepunkt findet. Wen interessiert, wie man ein Unwetter richtig beschreibt, der sollte lieber Bruce Sterling “Heavy Weather” lesen!

Wie auch immer, da ich seit ca. einem Jahr Vielfahrer bin und Hörbücher für mich entdeckt habe, kam ich irgendwie doch wieder zu den beiden Autoren. Ihre Bücher waren im iTunes-Store verfügbar und günstig (weil dramatisch gekürzt, wie ich später lernen durfte :-( ), weshalb ich mir dann einige für diverse Fahrten anschaffte.

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Michael Hanstein, Dirk Kaltz, Stephan Heim
“Gefärliche Hunde”

June 19th, 2006 in Kategorie Bücher |

“Gefährliche Hunde” aus dem Verlag Deutsche Polizeiliteratur, ist ein Buch, dass zur Pflichtlektüre von Streifenpolizisten gehören sollte. Immer wieder liest man in den gängigen Foren über Tötungsmeldungen von Hunden durch die Polizei. Die Autoren, selbst Diensthundeführer, möchten hier aufklären und Alternativen aufzeigen, damit nicht jeder streunende Hund, der Abwehrverhalten zeigt, mit dem Leben auf der Strecke bleibt.


Zartbeseidete Gemüter seien gewarnt, dass ein Polizeibeamter im Dienst möglicherweise Sachzwängen unterworfen ist, die den durchschnittlichen Tierliebhaber schockieren. So wird eben auch beschrieben, wie ein Hund durch Einsetzen der Dienstwaffe getötet werden kann. Die Autoren zeigen jedoch wiederholt die Alternativen auf und betonen bei diversen Abwehrtechniken immer wieder, dass die Angemessenheit der Mittel im Vordergund stehen sollte.

Zu Anfang gibt es einen kurzen Exkurs im “Lesen des Hundes”. Die Bedeutung von Körperhaltung und Gebaren des Hundes werden knapp erläutert und in unterschiedliche Gefährlichkeitsgrade eingeteilt. Es folgt ein Abriss zum Thema Beschwichtigungssignale, wie sie beim Hund zu deuten sind, und vor allem auch, wie der Beamte sie ggf. zu seinem eigenen Vorteil selber anbringen kann.

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Katrin Blümchen
“Hundemassage”

June 5th, 2006 in Kategorie Bücher |

TTouch ist zwar, wenn es auch zu einem grossen Teil um das Berühren geht, nicht grundsätzlich ein Massage-Konzept, jedoch ist mein Interesse an Massage für den Hund nach den TTouch-Basis- und Aufbau-Kursen aufgekommen. Ich wollte einfach mehr über das Thema erfahren.

Hundemassage von Katrin Blümchen ist wohl mit gerade 76 Seiten ein sehr dünnes Buch, allerdings empfand ich das in diesem Fall als ausgesprochenen Vorteil.

Nach einigen Informationen zur ihrer Person gibt die Autorin einen kurzen Exkurs in die verbreitetsten Krankheitstypen des Bewegungsapparates. Die einzelnen Krankheiten werden kurz beschrieben, die möglichen Massage-, Wärme- oder Kälte-Behandlungen werden aufgezählt, mögliche Gegenindikationen werden deutlich vermerkt.

Der nächste Abschnitt des Buches zählt die einzelnen Massagetechniken mit und ohne Hilfsmittel auf. Neben der Handarbeit am Hund wird auch der Umgang mit Igelball und Bürste erklärt, es wird auf Wickeltechniken und eventuell zum Einsatz kommende Massageöle und -essenzen eingegangen.

Das Buch ist wie gesagt, sehr kurz, aber gerade hierin liegt der Reiz. Frei nach dem Motto “So viel wie nötig, so wenig wie möglich”, sind Erklärungen pragmatisch, nennen alle Wichtigen Randbedingungen (z.B. keine Wärmebehandlung bei Herz-Kreislaufproblemen), und nehmen dadurch auf der einen Seite die Angst, etwas falsches zu tun, auf der anderen Seite fühlt man sich nicht von einem Berg geballten Wissens, der ein vollständiges Physiologiestudion erfordert, abgeschreckt. Die klare Gliederung macht es einem leicht, schnell nochmal in Vergessenheit geratene Details nachzuschlagen. Das Buch motiviert zum “direkt Loslegen”!

Diejenigen, die nach der Lektüre Blut geleckt haben und tiefer in die Materie einsteigen wollen, werden dann beim Quellen- und Literaturverzeichnis - welches man ja heutzutage bei Sachbüchern auch immer seltener findet - schnell fündig.

Nicole Wilde: “Menschentraining für Hundetrainer”

June 17th, 2005 in Kategorie Bücher |

Kurzweilig, für Junior-Trainer

Nicole Wilde ist mit ihrem “Menschentraining für Hundetrainer” eine kurze aber unterhaltsame Einführung im Umgang mit dem Kunden Hundehalter gelungen.

Das Buch gibt einen Überblick über die verschiedenen Archetypen und die Probleme die man im Umgang mit ihnen möglicherweise haben wird. Ihre Warnungen (z.B. Lass’ Dich nicht von der Armen Anne einspannen) und Lösungsansätze sind plausibel, die Symptome an denen man seine Problemkinder erkennen kann sind gut beschrieben.

Positiv aufgefallen ist mir, dass Wilde auch die Stellen aufzeigt, in denen der Trainer einen Schlußstrich ziehen sollte, statt zu versuchen für jede noch so hoffnungslose Situation eine Wunder-Lösung zu präsentieren.

Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass man schon spürt, dass das Buch sich - möglicherweise unbewusst - an eine Amerikanische Audienz wendet. Der Umgang mit dem Kunden ist teilweise sehr politisch korrekt, und es gibt einige Stellen an denen man als Trainer vielleicht eher ein deutliches Wort an den Kunden richten sollte.

Betrachtet man die Situation jedoch aus Sicht eines Trainers der damit seinen Lebensunterhalt verdient und der nicht Ehrenamtlich im Tierschutz arbeitet, so macht die gezeigte Vorsicht vermutlich wieder Sinn, denn es gilt ja neben einer Sinnvollen Ausbildung auch, den Kunden nicht zu verlieren, oder sogar durch seine Werbung neue Kunden zu gewinnen.

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