Windows8 mit Linux auf neue Harddisk migrieren…

p(abstract). Festplattenplatz hat die fiese Angewohnheit, einfach immer weniger zu werden, und dann komm irgendwann ein fieses Popup mit der Meldung: „Plattenplatz?!? Ist aus!“. In der Vergangenheit hatte man hier 2 Optionen nach dem Kauf einer größeren Platte: 1. Reinstall the OS, reinstall all applications. 2. Kostenpflichtige Programme wie Acronis, die in der Lage waren, alle fiesen versteckten stellen, an denen sich Windows die Hardware der Systemfestplatte merkt, umzukonfigurieren. Mit Windows8 scheint sich dieses Problem nach meinem gestrigen Experiment in Wohlgefallen aufgelöst zu haben.

h3. Disclaimer

Das hier ist keine Waschzettel-Anleitung die jeder Endnutzer durchführen kann. Ich gehe von soliden Linux-Kenntnissen aus. Wer den Vorgang anhand dieser Beschreibung nicht versteht, sollte das lassen und zu 1. oben im Abstract greifen. Daher gibt es auch keine Details.

h3. Voraussetzungen

* Das System bootet mit EFI. Ich habe keine Ahnung, wie sich ein System mit normalem MBR-Bootvorgang verhält.
* Die neue Platte ist selbstredend größer als die alte.

h3. Vorgehen

# Beschaffung einer beliebigen Linux-Distribution. In meinem Fall ein aktuelles Ubuntu CD-Image.
# Kopieren dieses Images auf einen USB-Stick
# Einbau der neuen Platte parallel zur alten (mein Notebook hat 2 Disk-Plätze, aber ein USB-Gehäuse tut’s natürlich auch.
# Booten der Live-Distro
# Kopieren des raw-Devices von alter auf neue Platte, incl. allen Partitionierungsinformationen mit dd.
# Verschieben und Vergrößern der existierenden Partitionen auf der neuen Platte nach Belieben. Benutzt habe ich hier gparted.
# Vergrößern des NTFS-Filesystems auf der vergrößerten Partition mit ntfsresize
# Fertig

h3. Ist-Stand der alten Platte:

* Plattengröße alt: 256GB SSD
* Plattengröße neu: 512GB SSD
* Div. Windows-Geraffel-Partitionen incl. EFI
* Meine Windows C: Partition von 100GB
* 1 Linux LVM PV von 120GB
* 1 Recovery-Partition vom Laptop-Hersteller für die Wiederherstellung von Windows8 im K-Fall

h3. Umsetzung

Im Ubuntu-Live-System fehlen ein paar Tools, die ich zuerst nachinstalliert habe. Dazu gehören:

* htop
* dstat
* gparted
* gfdisk (da bei modernen Systemen normalerweise GPT-Partitionen zum Einsatz kommen)
* Google-Chrome, damit ich bei der Warterei während des Kopierens NetFlix schauen konnte 🙂

Nachdem ich mir zur Live-Beobachtung des Kopiervorgangs 2 Fenster mit htop und dstat geöffnet hatte, habe ich in einem 3. Fenster den Klon-Job gestartet. Ein simples @dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=4k@ war ausreichend.

Den Fortschritt kann man mit folgendem Einzeiler in einem weiteren Fenster beobachten:


(while [ 1 ]; do kill -USR1 ; sleep 1; done)

Oder man begnügt sich mit den @read@ und @write@ Werten von dstat.

Das klont die alte Platte auf die Neue, incl. aller Partitionsdaten.

Die gewünschten Partitionen kann man nach dem Kopiervorgang dann ganz einfach mit gparted anpassen. In meinem Fall habe ich

# Die Recovery-Partition an das Ende der Platte verschoben.
# Meine LVM PV auf 150GB vergrößert
# Dann die LVM PV direkt bis an die Recovery-Partition geschoben
# Anschliessend den gesamten freien Bereich der Windows C:-Platte zugewiesen.

*Achtung*: Ubuntu aktiviert die Volume-Group sobald gparted beim Start die neue Partitionstabelle der neuen Platte geladen hat. Die gefundenen LVs müssen also unmounted und deaktiviert werden, genau wie die VG. (@lvchange -a no @ und @vgchange -a n @).

Die LVM PV kann nicht in einem Batchlauf vergrößert und verschoben werden, daher muss dazwischen ein __Apply__ stattfinden.

Danach habe ich das System herunter gefahren, die alte Platte ausgebaut, die neue der Ordnung halber in den 1. Slot gesteckt, und das System probeweise in beiden Betriebssystemen erfolgreich gebootet.

Windows zeigte ein einziges Problem. In der Datenträgerverwaltung wurde die Partitionsgröße von C: korrekt angegeben, im Windows-Explorer stand noch die alte Größe. Mit dem Windows @diskpart@ ließ sich das Problem nicht beheben, es kam eine Fehlermeldung @unknown Parameter@ oder irgendein Blödsinn in dieser Art.

Nochmal unter Linux gebootet, konnte ich das NTFS-Volume dann aber mit @ntfsresize@ problemlos vergrößern, beim nächsten Windows-Boot zeigte auch der Explorer die korrekte Größe.

Email vom Hoster „Hetzner“…

p(abstract). An Nicht-ITlern ist es vielleicht vorbei gegangen, wir bekamen am letzten Wochenende alle eine Sekunde geschenkt. Details dazu findet man bei „Wikipedia.“:http://de.wikipedia.org/wiki/Schaltsekunde Spassig war dieses mal die Tatsache, dass aufgrund eines Fehlers im Linux-Kernel viele Rechner sich „verschluckten“ und ab dem Moment der Schaltsekunde wie irre last erzeugten. Folgende Email von meinem Server-Hoster „Hetzner“:http://www.hetzner.de hatte ich dazu gestern in meiner Inbox:

bq. *Hetzner Online Kundeninformation: Kontrollieren Sie die CPU-Auslastung Ihres Servers!*

Sehr geehrter Herr Lamertz,

in der Nacht vom 30.06.2012 auf den 01.07.2012 registrierten unsere internen Überwachungssysteme einen Anstieg des IT-Stromverbrauchs *um etwa ein Megawatt.*

Grund für den enormen Anstieg ist die zusätzliche geschaltene Extrasekunde, (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schaltsekunde-Verlaengertes-Wochenende-1629612.html) die auf Linux-Rechnern zu dauerhafter CPU-Auslastung führen kann.

_(fettdruck hervorhebung von mir)_

In Worten: E-I-N Fcking Megawatt!

Erinnert mich an das Weihnachtsgedicht

bq. …da liess der Vater einen krachen
die Kinder lachen
So kann man mit kleinen Sachen
den Kindern eine Freude machen

Aber ernsthaft, mich würde wirklich mal die weltweite Energiebilanz dieses kleinen Fehlers der durch eine einzelne Sekunde ausgelöst wurde, interessieren. Eieiei…

Kleiner DDOS-Exkurs…

p(abstract). Morgens, 08:00 in Deutschland. *pieeep* *pieeep* Eine SMS kommt rein, „Das Forum ist down!“. Aufgestanden, geguckt, joh, stimmt, und zwar seit ca. 04:55, wenn ich meinem Icinga glauben darf. munin zeigte mir folgendes Bild der Trauer:

h2. Bestandsaufnahme

Was war los? Zuerst mal _htop_ aufgerufen um zu schauen, ob irgendwelche Prozesse Amok liefen. Die auf diesem Server eingesetzten Software ist „aus Gründen“™ relativ alt und hat die blöde Tendenz, die MySQL in ein Deadlock zu prügeln, und dann geht gar nichts mehr.

„Kleiner DDOS-Exkurs…“ weiterlesen

8 Cores, 32GB RAM und 2x3TB Storage?!? Shiny!

p(abstract). Mein alter Hetzner-Server war ja schon relativ saftig ausgestattet. Gegen eine vollständige Virtualisierung aller Services sprach eigentlich immer nur Hauptspeicher. Dann hat Hetzner das Special EQ4 S um Ostern raus gebracht. Das hier ist kein _Howto_ sondern nur ein genereller überblick über mein Setup des Servers. Vielleicht zieht ja jemand ein paar Ideen raus, wenn er vergleichbare Überlegungen für seine eigene Umgebung anstellt.

h2. Die Altumgebung

Hetzner hat sich ohnehin schon immer mit IP-Adressen schwer getan. Beim alten Server hatte ich noch 3 zusätzliche Adressen erworben, um die diversen VMs adressierbar zu machen.

* Host
* Webserver
* Mailserver
* Frei für Tests, Migrationen, etc.

Mich hat dabei eigentlich immer gestört, dass wg. des Mangels an Adressen alle Webauftritte auf einem einzelnen Server laufen mussten. Apache bietet mit NameBased VirtualHosts zwar eine Möglichkeit, eine Vielzahl von Auftritten auf einer einzelnen Adresse zu betreiben, aber alle diese Auftritte laufen immer noch auf derselben (virtuellen) Maschine.

Diesmal habe ich beim Aufbau eine andere Strategie gewählt.

h2. Der Neue

„8 Cores, 32GB RAM und 2x3TB Storage?!? Shiny!“ weiterlesen

The Third & The Seventh

p(abstract). Ich schreibe ja normalerweise eher selten über Dinge, die ich im Netz finde, aber dieses Video ist so unglaublich, dass es jeder gesehen haben sollte, der sich ein bisschen für Computergrafik interessiert. Wenn ich die spärlichen Informationen zum Hintergrund richtig gelesen habe, spukte der Gedanke an eine Hommage an Architektur aus Sicht eines Photografen, schon lange in seinem Kopf rum. Dann legte der Künstler ein Sabbatical ein und heraus gekommen ist dieser Film…

…nur, dass es sich nicht um einen „Film“ handelt. Die kompletten 13 Minuten sind im Computer entstanden, nichts ist real, mit 3 kleinen Ausnahmen:

bq. I think i must make it clear. There are a few non-CG elements in the shortfilm: photographer (shot on greenscreen), pigeons, timelapsed growing flowers, flying airplane and sky backgrounds.
— „Alex Roman“:http://vimeo.com/7809605

Und er hat nicht nur den vollständigen Film gemacht, er hat auch noch den Soundtrack dazu selbst geschrieben.

Ich beschäftige mich ja schon viele Jahre mit 3D Computergrafik, aber das hat mir die Sprache verschlagen…

„Fullscreen it, please.“

Arcade Game Deaths…

p(abstract). Sehr, sehr geil! Eine Zusammenstellung von kill-Szenen aus allen möglichen alten Arcadespielen. Alle alten Säcke: Mit raten!

Ich komme auf 77 Spiele von denen ich 37 (40 Szenen, da Afterburner und ein anderes Spiel am Ende mehrfach kommen) glaube, identifiziert und in meiner Jugend mit D-Mark-Stücken gefüttert zu haben. Wer kann die Lücken füllen?

Hier geht’s zur Liste, damit Ihr erstmal selber gucken könnt, und hier keine Spoiler offen rumstehen. Der Link zeigt vorläufig erst einmal zu einem ungeschützen Google-Doc, so dass jeder fehlende Einträge ergänzen kann.

„Google Doc“:https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0AurXP-_am9xCdFRDY2IyNjZaUzBqVzRBeU9TOVlvSEE

*Update:* Ralf hat vollkommen Recht, Galaga und Galaxian hatte ich vertauscht.

Windows Schnellstartleiste aufräumen

p(abstract). Neulich gab’s ein neues Notebook auf der Arbeit. Und bis man seine Arbeitsumgebung umgezogen hat, so dass alles wieder rund läuft und dort ist, wo man’s auch erwartet, dauert es immer ein paar Tage.

Was mich schon ewig genervt hat, ist die vollgemüllte Schnellstartleiste, und beim Googeln habe ich folgende Gemme gefunden, die das Problem ein für alle Mal löst.

Kurz zusammen gefasst kann man eigene Schnellstartleisten in beliebigen Ordnern definieren. Schiebt man diese eng zusammen, wird daraus automatisch ein Untermenue. Sehr elegant und einfach:

Die vollständige Anleitung gibt’s hier:

„http://www.atombesen.de/themen/launchpad/launchpad.html
„:http://www.atombesen.de/themen/launchpad/launchpad.html

Blender 3D Software von Abzockern kommerziell vertrieben

Die freie 3D-Modelling-Software „Blender“:http://www.blender.org wird derzeit unter den „Produktnamen“ _3DMagix_, _3DMagixPro_ und _IllusionMage_ als kommerzielles Produkt beworben und verkauft.

Nicht nur die im Quellcode verfügbare und freie Software, sondern auch Community-Dokumentation und ins Netz gestellte Bilder die teilweise auch mit anderer Grafiksoftware erstellt wurden, werden in der Werbung ohne Genehmigung der Copyrighthalter missbraucht.

Wer über die Produkte gestolpert ist, und sich dafür interessiert, der sollte diese Seiten meiden wie der Teufel das Weihwasser, und sich das Original anschauen. Unter „http://www.blender.org“:http://www.blender.org kann Blender gratis herunter geladen werden. Die Site ist ein guter Startpunkt für Dokumentation, Tutorials und Galerien die Zeigen, was man mit dem Original wirklich zaubern kann.

Finger weg von „_3DMagix_, _3DMagixPro_ und _IllusionMage_.“:http://www.blender.org/blenderorg/blender-foundation/press/re-branding-blender/

Bei einer Quelloffenen Software und den heutigen Möglichkeiten, Internet-Domains anonym zu registrieren, hat die Blender-Foundation als Rechteinhaber quasi keinerlei Handhabe gegen diese Betrugsmasche. Einzig der Google-Rank der durch Beiträge wie diesen hier die offizielle Blender-Site nach oben bringt, wird helfen, den Betrügern das Geschäft zu vermiesen. 3D-Hobbyisten mit eigener Website werden darum gebeten, diese Information flächendeckend weiter zu verteilen und ebenfalls mit nachfolgendem Code auf die Press-Release der Blender-Foundation mit den Keywords der gefälschten Produkte zu verlinken.


3DMagix, 3DMagixPro, IllusionMage, scam

Klingeling…

p(abstract). Das Handy klingelt.

bq(dialog). „Ja?“
„Einen schönen guten Tag, mein Name ist XXXX von T-Mobile“
„Ja?“
„Sie sind ja schon so lange Kunde, und sie haben wieder Anspruch auf eine Vertragsförderung. Ich wollte Sie
fragen, ob Sie Interesse an einer unverbindlichen Beratung und an dem neuen iPhone haben?“
„Nein, habe ich nicht. Dieses iPhone ist das allerletzte Apple-Produkt, dass es in mein Leben schafft, und ich werde auch nie wieder ein von der Telekom gebrandetes Handy anschaffen.“
„……. oh, so schlimm?“
„Ja.“
„Äh, ok, dann entschuldigen Sie die Störung, und einen schönen Tag noch.“

😀

Dass ich Steve Jobs mit seiner willkürlichen Apple-Store-Zensur und der dauernden Aktivierungs- und Registrierungspflicht in iPhone und iTunes für den Antichristen halte, dass mir die Netzpolitikvorstellungen der Telekom und deren Praktik, vollen Internetzugriff „flat“ zu bewerben aber nicht zu liefern, und deren Kastration von Diensten, alleine zum Zweck, diese dann als Zusatzprodukt zu verkaufen (iPhone Tethering, SMTP-Relay beim T-Online-Account, VoIP-Dienste, …), zutiefst zuwieder ist, all das habe ich der armen Callcenterdrohne erspart, obwohl es mir große Selbstdisziplin abverlangt hat.

bq. „By the way, if anybody here is in advertising or marketing, kill yourself!“
http://www.youtube.com/watch?v=gDW_Hj2K0wo