Wir sind alle im Arsch…

p(abstract). Der CCC bekommt einen Trojaner der Ermittlungsbehörden in die Finger, seziert ihn, und das Ergebnis ist eine Liste von krassen Verstößen gegen gesprochenes Recht und das Grundgesetz dieses Staates.

Und frei nach dem „Kodex“ aus dem Fluch der Karibik, stellen sich diverse Innenminister der Länder und des Bundes hin, und erzählen uns „das sind doch nur Richtlinien“.

Die im Code absichtlich verschleierte aber dennoch entdeckte Nachladefunktion würde _nur für Systemupdates benötigt, es sei ein haltloser Vorwurf, dass diese für Überwachung jenseits der höchstrichterlichen Vorgabe benutzt würde, alle Rechtlichen Vorgaben würden selbstverständlich eingehalten._

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„Denkt denn überhaupt noch jemand an Bradley Manning?“…

p(abstract). …lautet der Satz, den ich gerade in der aktuellen Diskussion um Daniel-Domscheidt-Berg und Wikileaks wieder viel zu oft lesen musste, entweder in der Presse oder in den gängigen News-Channels und Blogs. Und, excuse my english, das geht mir ganz unglaublich auf den SACK!

Beim Reaktorunglück in Fukushima sagten dieselben Leute „Denkt denn überhaupt noch jemand an die Flutopfer“? Bei der Thematisierung des Kindermörders Gätgen, der misshandelt wurde, erfolgreich geklagt und Recht bekommen hat, war die Frage „Denkt denn überhaupt noch jemand an die Kinder?“.

Und jede einzelne dieser Fragen ist eine Blendgranate billigster Kinderrhetorik, deren einziges Ziel es ist, die aktuelle Diskussion zu invalidieren, ihr die Relevanz zu nehmen.

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Re: „Gassi gehen mit dem MG“

p(abstract). Anbei meine Replique zur TAZ-Kolumne „Gassi gehen mit dem MG“:http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/gassi-gehen-mit-dem-mg/ von Hr. Klaus-Peter Klingelschmitt, für den Fall, dass der Kommentar es nicht in die Veröffentlichung schafft…

*Update:* Die TAZ hat den Kommentar veröffentlicht. Danke dafür.

*!!EIL!! – Fremdschäm-Woche bei der TAZ – !!EIL!!*

Nachdem wir die Frauenfußballmannschaft jetzt gründlich brüskiert haben, schnappen wir uns die Hundehalter. Die sind ja immer für einen lauen Sommer gut. Die Kollegen von der Springer-Presse machen’s ja seit Jahren vor.

Der Herr Klingelschmitt hat also ordentlich eins mit dem Herrn Yücel hinter die Binde gekippt, mit ihm im Suff über „Schlampen und Japse hergezogen“:http://www.taz.de/1/sport/die-wm-kolumnen/artikel/1/schaemt-euch-ihr-schlampen/ und ist dann auf dem Heimweg als er sich dann vorschriftsmäßig in die Entwässerungsrinne übergeben wollte, wohl mit Knie, Hand oder beidem in der Kacke gelandet. Sowas auch.

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Landtagswahl 2011: Wir haben nichts vergessen…

p(abstract). Da steh‘ ich nun, ich armer Tor… mit meinem Wahlschein in der Hand, und bin ratlos. Je mehr ich mich in den letzten Jahren mit dem aktuellen Tagesgeschehen in der deutschen Politik beschäftigt habe, desto müder werde ich des ganzen Themas.

Das Netz vergisst nichts, liest man immer wieder, gerade beim Guttenberg-Skandal konnte man den Effekt wunderbar beobachten.

Leider ist mein Vertrauen in die non-Netizens dieses Landes weit weniger groß. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass selbst der übelste Drecksack weiter aus Gewohnheit gewählt wird, bis er z.B. selbständig abtritt und einen soliden Posten Baubranche annimmt, völlig egal, was ihm nachgewiesen wurde, welche aufgedeckten Fehlentscheidungen er getroffen hat, etc…

Als kleine Erinnerung an mich selber, hier nochmal die Punkte, aus denen in meinen Augen im Moment sämtliche etablierten Parteien absolut unwählbar sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

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Klingeling…

p(abstract). Das Handy klingelt.

bq(dialog). „Ja?“
„Einen schönen guten Tag, mein Name ist XXXX von T-Mobile“
„Ja?“
„Sie sind ja schon so lange Kunde, und sie haben wieder Anspruch auf eine Vertragsförderung. Ich wollte Sie
fragen, ob Sie Interesse an einer unverbindlichen Beratung und an dem neuen iPhone haben?“
„Nein, habe ich nicht. Dieses iPhone ist das allerletzte Apple-Produkt, dass es in mein Leben schafft, und ich werde auch nie wieder ein von der Telekom gebrandetes Handy anschaffen.“
„……. oh, so schlimm?“
„Ja.“
„Äh, ok, dann entschuldigen Sie die Störung, und einen schönen Tag noch.“

😀

Dass ich Steve Jobs mit seiner willkürlichen Apple-Store-Zensur und der dauernden Aktivierungs- und Registrierungspflicht in iPhone und iTunes für den Antichristen halte, dass mir die Netzpolitikvorstellungen der Telekom und deren Praktik, vollen Internetzugriff „flat“ zu bewerben aber nicht zu liefern, und deren Kastration von Diensten, alleine zum Zweck, diese dann als Zusatzprodukt zu verkaufen (iPhone Tethering, SMTP-Relay beim T-Online-Account, VoIP-Dienste, …), zutiefst zuwieder ist, all das habe ich der armen Callcenterdrohne erspart, obwohl es mir große Selbstdisziplin abverlangt hat.

bq. „By the way, if anybody here is in advertising or marketing, kill yourself!“
http://www.youtube.com/watch?v=gDW_Hj2K0wo

Locked-in… „Spass“ mit Apple-Appliances

p(abstract). Vor einigen Tagen verlor verlor mein iPhone während des Vormittags immer wieder die Verbindung zum Netz. Irgendwann gab es dann vollständig auf, bootete sich einige male neu um dann irgendwann auch das nicht mehr zu schaffen.

Aber das kennt man ja, also fix iTunes angeworfen, das iPhone angeschlossen, hard-resettet (Home-Button + Power-Button für 10s gehalten), und beim Einschalten den Recover-Mode aktiviert (Home-Button beim Einschalten festhalten, bis der Bildschirm das Verbindungskabel zeigt). iTunes meldet fröhlich, dass es ein iPhone gefunden hat, das um Wiederherstellung bettelt. Ja bitte! Und dann kommt die Nachricht, dass ein Wiederherstellen aus dem letzten (vorher noch schnell kontrollierten) Backup ohne Internetverbindung nicht möglich ist.

WIE JETZT?!? Liebe Firma Apple: Ja sagt mal, habt Ihr sie noch alle beisammen?

Ich kann verstehen, dass man nicht jede beliebige Software auf einem Handy laufen lassen will, wenn man dadurch riskiert, dass das Gerät im Anschluss nicht mehr tut, was es soll (telefonieren, neben anderem 😉 ). Auch in diesem Bereich hatte sich Apple mit dem iPhone schon unrühmlich hervorgetan, z.B. durch willkürlichen Ausschluss von Applikationen aus dem Apple-Store.

Dass aber die Rückspielung einer Datensicherung nach Totalabsturz eurer Mangelhaften Firmware verweigert wird, ist ein absolutes No-Go!

Liebe Firma Apple: So shiny Euer iPad ist, so geile Features kommende iPhones haben werden, dieses Telefon ist hoch und heilig versprochen das letzte Gerät Eurer Firma, dass seinen Weg in meinen Besitz findet.

Aber damit ist das Thema ja nicht durch…

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Oracle übernimmt Sun und Michael “Monty” Widenius jammert rum…

p(abstract). Tja, das hat er jetzt davon, dass er MySQL verkauft hat. Wer sich auf sowas einlässt, dem muss klar sein, dass er die Kontrolle über die Zukunft seines Produktes auf’s Spiel setzt.

Mittlerweile grassieren Warnungen und Petitionsaufrufe durch’s Internet, um MySQL vor dem großen bösen Oracle zu schützen. Open-Source-Software sei in Gefahr, LAMP-Server würden verschwinden, yadda, yadda, yadda.

In meinen Augen ist die Übernahme von MySQL (eigentlich nur von Sun) durch Oracle ein Segen, denn vielleicht peilen die ganzen PHP-Entwickler jetzt endlich mal, dass es extrem unklug sein kann, sich auf ein einzelnes Produkt festzulegen.

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Network-Marketing und Social-Web-Services…

p(abstract). Als regelmäßiger Twitterer gehe ich mehr oder weniger restriktiv gegen Marketing-Follower vor. Ich sehe nicht ein, dass die, unabhängig davon, ob ich ihnen folge oder nicht, vom erhöhten Link-Count profitieren und damit Suchmaschinenergebnisse und ein an sich wirklich spassiger Dienst kaputt gemacht werden.

h2. Es war einmal ein Schneeballsystem

Jedes Kind kennt „Schneeballsysteme“:http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem aus der Schule oder vom „Herrmann-vererben“:http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig

Ein Brief mit folgender Anleitung wird in Umlauf gebracht:

* Schicke demjenigen zuoberst auf der Liste 1 Mark
* Schreibe Dich selbst zuunterst auf die Liste
* Schicke den Brief an 5/10/weissnichtwieviel Deiner Freunde
* Profit.

Oft noch gefolgt von einer rührigen Geschichte über ein krankes Kind dessen Spenderniere damit finanziert werden soll, oder einen üblen Fluch der diejenigen heimsucht, die die Kette abbrechen.

Jedem noch so naiven Dork sollte bei simplem mentalen Durchspielen recht schnell klar werden, dass diese Systeme nur für die ersten Generationen profitabel sind, falls die Kette nicht unterbrochen wird. Späteren Generationen gehen einfach die verfügbaren Menschen aus und das System bricht zusammen.

Aus diesem Grund sind Schneeballsysteme tatsächlich gesetzlich verboten.

Das Konzept ist Jahrhunderte alt, aber offensichtlich finden sich immer wieder mal Dumme, denen der Weitblick fehlt, und die hoffen, mit diesem Schema großes Geld zu machen. Insbesondere in der großen weiten unbekannten Wunderwelt des Internet.

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Man kann garnicht soviel fressen, …

p(abstract). …wie man kotzen möchte. Vor allem will man von diesem Dreck garnichts zu sich nehmen.

Was den Inhaltsstoff-Lesern im Supermarkt schon lange klar ist, wird jetzt auch vom „Spiegel-Online aufgegriffen“:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html

In einem Grossteil der verpackten Lebensmittel ist schon lange nicht mehr drin, was der Name des Lebensmittels suggeriert.

Kürzlich stand ich im Supermarkt und wollte ein fertiges Glas Pesto kaufen. Für die nicht eingeweihten: Pesto besteht aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl und Salz. Punkt.

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Kampfhundesteuer in Baden-Württemberg

In other news hat ein Richter des Oberverwaltungsgerichtes in Baden-Würtemberg tatsächlich die Stirn, in einer Urteilsbegründung zu behaupten, „neueste Studien weisen durchaus auf die gesteigerte Gefährlichkeit von sogenannten Kampfhunden hin“. Selbstverständlich ohne Nennung dieser Studien, und unter Ignoranz sämtlicher in den letzten 10 Jahren veröffentlichter Erkenntnisse durch die Kynologen der Tierärztlichen Hochschulen Kiel und Hannover.

Eine Revision wurde dann gleich ‚mal eben pauschal mit verweigert.

War ja klar, dass das revolutionäre vogängerurteil der letzten Instanz in einem Wahljahr nicht bestätigt werden konnte.

Der größte Lacher an diesem Urteil ist jedoch nicht die Ignoranz sämtlicher wissenschaftlichen Ergebnisse und Statistiken – Ooops, Baden-Württemberg führt ja garkeine Statistiken und kommt damit der durch das Bundesverfassungsgericht angeordneten Sorgfaltspflicht und Überprüfung der Polizeiverordnung zum führen gefährlicher Hunde nicht nach – sondern die Behauptung, Schäferhund und Rottweiler gehörten nicht auf die Listen, da deren Halter und Züchter eine höhere Kompetenz hätten als die Listenhundehalter. Um Atze Schröder zu zitieren: „Ja neh, iss klar…“.

Schämen soll sich das ganze verlogene und korrupte Regierungs- und „Recht“-sprechungspack.