Nebengedanken zum #gauchogate und zur political Correctness

p(abstract). Ich fand mich in der letzten Zeit wieder vermehrt in Diskussionen um Political-Correctness und Nazivorwürfe, ausgelöst durch meine geäußerte Meinung zum #gouchogate.

Meine Meinung dazu ist relativ simpel: Glaube ich, dass jeder der Beteiligten ein Rassist ist, der in seiner Freizeit Runentattoos auf den Unterarmen sammelt und „Türken klatscht“? Nein, natürlich nicht. Aber man muss kein Rassist sein, um rassistisch zu handeln. Da genügt simple Empathie- oder Gedankenlosigkeit im entsprechenden Moment.

Irgendein Arsch hat nicht nachgedacht, etwas dummes und unsensibles organisiert, und jetzt überschlagen sich alle bei Abwiegelungsversuchen.

Die beliebtesten Argumente dabei sind:

* „Spaßbremse, gönn‘ uns doch unsere Feier.“
* „Andere Länder machen sowas auch.“
* „Die Deutschen dürfen endlich auch mal wieder Nationalstolz haben, der Krieg ist ja lange genug vorbei.“
* „Ich lasse mir von politisch korrekten Arschlöchern nichts verbieten.“
* „Ich bin kein Rassist und kein Nazi, aber Du hast keinen Humor.“

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Wir sind alle im Arsch…

p(abstract). Der CCC bekommt einen Trojaner der Ermittlungsbehörden in die Finger, seziert ihn, und das Ergebnis ist eine Liste von krassen Verstößen gegen gesprochenes Recht und das Grundgesetz dieses Staates.

Und frei nach dem „Kodex“ aus dem Fluch der Karibik, stellen sich diverse Innenminister der Länder und des Bundes hin, und erzählen uns „das sind doch nur Richtlinien“.

Die im Code absichtlich verschleierte aber dennoch entdeckte Nachladefunktion würde _nur für Systemupdates benötigt, es sei ein haltloser Vorwurf, dass diese für Überwachung jenseits der höchstrichterlichen Vorgabe benutzt würde, alle Rechtlichen Vorgaben würden selbstverständlich eingehalten._

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„Denkt denn überhaupt noch jemand an Bradley Manning?“…

p(abstract). …lautet der Satz, den ich gerade in der aktuellen Diskussion um Daniel-Domscheidt-Berg und Wikileaks wieder viel zu oft lesen musste, entweder in der Presse oder in den gängigen News-Channels und Blogs. Und, excuse my english, das geht mir ganz unglaublich auf den SACK!

Beim Reaktorunglück in Fukushima sagten dieselben Leute „Denkt denn überhaupt noch jemand an die Flutopfer“? Bei der Thematisierung des Kindermörders Gätgen, der misshandelt wurde, erfolgreich geklagt und Recht bekommen hat, war die Frage „Denkt denn überhaupt noch jemand an die Kinder?“.

Und jede einzelne dieser Fragen ist eine Blendgranate billigster Kinderrhetorik, deren einziges Ziel es ist, die aktuelle Diskussion zu invalidieren, ihr die Relevanz zu nehmen.

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Landtagswahl 2011: Wir haben nichts vergessen…

p(abstract). Da steh‘ ich nun, ich armer Tor… mit meinem Wahlschein in der Hand, und bin ratlos. Je mehr ich mich in den letzten Jahren mit dem aktuellen Tagesgeschehen in der deutschen Politik beschäftigt habe, desto müder werde ich des ganzen Themas.

Das Netz vergisst nichts, liest man immer wieder, gerade beim Guttenberg-Skandal konnte man den Effekt wunderbar beobachten.

Leider ist mein Vertrauen in die non-Netizens dieses Landes weit weniger groß. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass selbst der übelste Drecksack weiter aus Gewohnheit gewählt wird, bis er z.B. selbständig abtritt und einen soliden Posten Baubranche annimmt, völlig egal, was ihm nachgewiesen wurde, welche aufgedeckten Fehlentscheidungen er getroffen hat, etc…

Als kleine Erinnerung an mich selber, hier nochmal die Punkte, aus denen in meinen Augen im Moment sämtliche etablierten Parteien absolut unwählbar sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

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Support Wikileaks!

WikiLeaks

Es gibt kaum etwas, was ich hier schreiben könnte, was mittlerweile nicht bereits viele hundert male geschrieben wurde. Die Sache ist zu wichtig, als dass sie in der Versenkung verschwindet. Hier entscheidet sich, wie das Internet der Zukunft sich entwickeln wird.

Derzeit benötigt Wikileaks Unterstützung in finanzieller, moralischer und auch technischer Hinsicht.

Die verbliebenen Wege, Wikileaks finanziell zu unterstützen findet man hier:

„http://wikileaks.ch/support.html“:http://wikileaks.ch/support.html

Ich empfehle hier den Weg über die „Wau-Holland-Stiftung.“:http://wauland.de

Spendet, „richtet Mirror ein,“:http://wikileaks.as50620.net/mass-mirror.html unterstützt den „Arbeitskreis Zensur.“:http://www.akzensur.de Jetzt werden die Grenzen gezogen, in denen wir alle in Zukunft unsere freie Meinung äußern dürfen, und in denen private Kommunikation auch wirklich privat bleibt.

In eigener Sache…

p(abstract). Als Mitglied des Moderatorenteams eines großen Hundeforums kommt es immer wieder mal vor, dass wir Beiträge aus unterschiedlichsten Gründen zensieren oder vollständig löschen müssen. So auch kürzlich „hier“:http://forum.ksgemeinde.de/tierschutz-allgemein/103181-tiervergewaltiger-aus-nauen-brandenburg-bitte-helft-damit-das-ein-ende-hat.html#post1696251 geschehen.

Auslöser für diesen Akt der Zensur war die Nennung des realen Namens eines mutmaßlichen Tierschänders sowie Verlinkung auf Bilder in denen laut Beschreibung sexuelle Handlungen an Tieren vorgenommen wurden. Derartige Inhalte verstoßen zum Einen gegen das Persönlichkeitsrecht des genannten, wenn es sich nicht um eine Person des öffentlichen Interesses, also einen Prominenten handelt, zum anderen sind sie jugendgefährdend.

Da unser Forum in privater Hand ist, haben wir Moderatoren neben der einhaltung existierender Gesetze auch eine nicht unerhebliche Verantwortung gegenüber dem Betreiber, der sobald er kenntnis von einem Rechtsverstoß auf seiner Plattform erlangt, in der Handlungspflicht ist. *Er* erhält die Post vom abmahnenden Rechtsanwalt, *Er* hat die Lauferei und Telefoniererei mit seinem Anwalt, *Er* bleibt auf den Kosten sitzen, die ein solcher Vorgang erzeugt, selbst wenn die Sache nicht vor Gericht geht.

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Flyer gegen Rassendiskriminierung bei Hunden

p(abstract). Aus „gegebenem Anlass“:http://forum.ksgemeinde.de/allgemeines/94512-demo-gegen-neue-huvo-niedersachsen.html, weil ‚mal wieder der Wahnsinn, getrieben durch Populismus grassiert. Verbunden mit einer Denke, die vor 60 Jahren ihr Ende hätte finden müssen, nämlich dass „Rasse“ ein Qualitätsmerkmal ist, und nicht einfach ein Wort aus der Biologie zur objektiven Unterscheidung diverser Merkmale unterhalb von Gattung und Art.

Hier für alle Interessierten der Flyer gegen Rassendiskriminierung bei Hunden. Die Erstellerin ist eine gute Freundin und hat explizit auf sämtliche Verbreitungsrechte verzichtet, damit diese Information sich möglichst problemlos verbreitet. Der Flyer ist zwar mittlerweile schon einige Jahre im Umlauf, aber wie man aktuell in Niedersachsen sieht, kümmert die Politik ja weder Einspruch durch die Bevölkerung, noch Vorgaben durch das Bundesverfassungsgericht, noch die Aussagen *sämtlicher* Kynologen an den deutschen Hochschulen für Biologie und Tiermedizin, wie z.B. „Prof. Joachim Hackbarth,“:http://de.wikipedia.org/wiki/Hansjoachim_Hackbarth von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, oder „Dr. med. vet. Dorit Urd Feddersen-Petersen“:http://de.wikipedia.org/wiki/Dorit_Urd_Feddersen-Petersen vom Zoologischen Institut für Haustierkunde der Universität zu Kiel.

Verlinkt ihn, kopiert ihn, druckt ihn aus und verteilt ihn bei Tierärzten, in Supermärkten und Tierfutterläden.

PDF FileWarum wollt ihr uns (aus)sterben lassen???

Man kann garnicht soviel fressen, …

p(abstract). …wie man kotzen möchte. Vor allem will man von diesem Dreck garnichts zu sich nehmen.

Was den Inhaltsstoff-Lesern im Supermarkt schon lange klar ist, wird jetzt auch vom „Spiegel-Online aufgegriffen“:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html

In einem Grossteil der verpackten Lebensmittel ist schon lange nicht mehr drin, was der Name des Lebensmittels suggeriert.

Kürzlich stand ich im Supermarkt und wollte ein fertiges Glas Pesto kaufen. Für die nicht eingeweihten: Pesto besteht aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl und Salz. Punkt.

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Kampfhundesteuer in Baden-Württemberg

In other news hat ein Richter des Oberverwaltungsgerichtes in Baden-Würtemberg tatsächlich die Stirn, in einer Urteilsbegründung zu behaupten, „neueste Studien weisen durchaus auf die gesteigerte Gefährlichkeit von sogenannten Kampfhunden hin“. Selbstverständlich ohne Nennung dieser Studien, und unter Ignoranz sämtlicher in den letzten 10 Jahren veröffentlichter Erkenntnisse durch die Kynologen der Tierärztlichen Hochschulen Kiel und Hannover.

Eine Revision wurde dann gleich ‚mal eben pauschal mit verweigert.

War ja klar, dass das revolutionäre vogängerurteil der letzten Instanz in einem Wahljahr nicht bestätigt werden konnte.

Der größte Lacher an diesem Urteil ist jedoch nicht die Ignoranz sämtlicher wissenschaftlichen Ergebnisse und Statistiken – Ooops, Baden-Württemberg führt ja garkeine Statistiken und kommt damit der durch das Bundesverfassungsgericht angeordneten Sorgfaltspflicht und Überprüfung der Polizeiverordnung zum führen gefährlicher Hunde nicht nach – sondern die Behauptung, Schäferhund und Rottweiler gehörten nicht auf die Listen, da deren Halter und Züchter eine höhere Kompetenz hätten als die Listenhundehalter. Um Atze Schröder zu zitieren: „Ja neh, iss klar…“.

Schämen soll sich das ganze verlogene und korrupte Regierungs- und „Recht“-sprechungspack.

Hat die Bundesfamilienministerin ein gestörtes Sexualverständnis?

Anders lassen sich ihre letzten Aussagen zur Verteidigung ihres neuen Gesetzes gegen Kinderpornografie nicht erklären.

Mal völlig aussen vorbelassen, dass sämtliche Fachleute sagen, dass dieses Gesetz seinen Nutzen nicht erfüllt, dass Kinderpornografie primär auf anderen Wegen vertrieben wird, und dass es hier eigentlich nur um eine weitere Etablierung von zukünftig auch für alle anderen Bereiche benutzbarer Überwachungsinfrastruktur geht.

Sie stellt sich hin und behauptet allen ernstes, dass bis dahin unschuldige und unauffällige Menschen „angefixt“ würden, wenn sie zufällig im Internet über eben jene Kinderpornografie stolpern. Quelle

Eine Frage an meine lieben erwachsenen, sexuell gefestigten, heterosexuellen Mitmänner: Wann hattet Ihr das letzte mal spontane Lust auf Sex mit einem Mann, nachdem Ihr ein schwules Pärchen gesehen habt?!?

Wenn Frau Von-der-Leyen tatsächlich der Meinung ist, ein Mann, der die Veranlagung zum Kindesmissbrauch nicht in sich trägt, könnte von dieser quasi „infiziert“ werden, dann hat sie ein unwürdiges, perverses Bild von 49% aller Bundesbürger (nur für die Langsammerker: das ist der demografische Anteil aller Männer in der BRD).

Eine Familienministerin, die in der öffentlichkeit ein solches Bild von normalen erwachsenen Männern zeichnet, hat in diesem Amt nichts zu suchen, denn in den meisten Fällen machen diese Männer die Hälfte der Familien aus, für die sie arbeitet.

Nach mehrmaligem Lesen ein Addendum: Ich habe das Homosexuellen-Beispiel nicht gewählt, weil ich diese sexuelle Präferenz in irgendeiner Art verbunden sehe mit einem Hang zum Kindesmissbrauch. Vielmehr war es einfach die erste andere sexuelle Präferenz die mir im Gegensatz zu einem rein heterosexuellen Verhältnis einfiel. Ich hätte auch fragen können, ob jemand beim Anblick von Verzehr von Gemüse plötzlich Lust auf Sex mit einer Melone bekommt, wollte das ernste Thema Kindesmissbrauch aber nicht zu sehr in’s abstrus-Lächerliche ziehen.